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Site Survey Tool - TamoGraph

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Signal-Stör-Verhältnis

Diese bildliche Darstellung zeigt das Signal-Stör-Verhältnis (SIR), gemessen in dB. SNR ist ein Maß um in Zahlen auszudrücken, um wie viel die Signalstärke eines AP (störend einwirkender AP) das Störgeräusch übersteigt. Das störende Signal ist das Signal, welches durch Übertragung von anderen AP's (störende AP's), die zu Ihrem WLAN gehören oder  auch nicht, und welche den gleichen oder einen der benachbarten Kanäle benutzen. In niedrigen SIR-Zonen, können Anwendergeräte niedrige Durchsätze erfahren. Das SNR wird für den AP, der die schlimmste Störung im vorgegebenen Kartenbereich verursacht, unter den für die Analyse gewählten APs angezeigt. Sie können einen oder mehrere der ausgewählten APs abwählen um das SIR von APs zu sehen, die weniger Störungen verursachen.

Es wird empfohlen nur einen AP für die SIR-Analyse auszuwählen, weil dies ein klareres Bild ergibt. Sie sollten AP-spezifische Problemzonen isolieren, in dem Sie Ihre APs nacheinander auswählen. Das Arbeiten mit einem allmählich zunehmenden Bild ist sehr schwierig, wenn mehrere APs ausgewählt wurden.

SIR wird am Besten an einem Beispiel illustriert. Nehmen wir einen Bereich mit Signalstärke-50 dBm an und der AP arbeitet auf Kanal 1. Im gleichen Bereich wird ein -70-dBm-Signal eines anderen APs festgestellt, der auf dem gleichen Kanal arbeitet. Wenn die WLAN-Auslastung 100% beträgt (z.B. wenn die APs jederzeit Radiowellen senden), würde der SIR-Wert 20 dB betragen. Dennoch ist die reale WLAN-Auslastung durchaus annähernd so hoch, was die Interferenz vermindert und das SIR steigert. Wenn die behinderten und die eingreifenden APs die gleiche Signalstärke besitzen, ist der SIR-Wert 0 dB. In klassischen nichtdigitalen Radios, macht ein SIR-Wert von 0 dB den Signalempfang unmöglich, aber 802.11-Geräte benutzen eine Technologie, die es ihnen ermöglicht, trotz eines null oder negativen SIR-Wert zu funktionieren, was nicht eingängig klingt.

Einfache Anwendung, wenn ein AP nicht stark belastet wird, überträgt er nur ein paar Hundert Pakete pro Sekunde. Wenn ein naheliegender AP auf dem selben Kanal ebenfalls einige Hundert Pakete pro Sekunde überträgt, "kollidieren" die Übertragungen sehr selten, deshalb ergibt sich nahezu null Interferenz. Die durchschnittliche Netzwerkauslastung, die für die SIR-Berechnungen benutzt wird, ist eine einstellbare Option (siehe unten).

Die Interferenz ist am höchsten, wenn der behinderte und der eingreifende AP auf demselben Kanal arbeiten. Im 2.4-GHz-Band, wo Kanalfrequenzen überlappen, ist die angrenzende Kanalinterferenz dennoch beträchtlich wenn die behinderten und die eingreifenden APs ein oder zwei Kanäle auseinander sind und sie werden so gut wie nichtexistent wenn sie fünf Kanäle auseinander sind. Im 5-GHz-Band, gibt es keine angrenzende Kanalinterferenz. Viele 802.11n- und 802.11ac-Geräte benutzen Kanalbindung, d. h. zwei 20-MHz-Kanäle für 802.11n und bis zu acht 20-MHz-Kanälen für 802.11ac gleichzeitig. Zum Beispiel kann Kanal 11 als Primärkanal und Kanal 6 als Sekundärkanal benutzt werden. In diesem Fall berücksichtigt TamoGraph gegebenenfalls außerdem die Interferenz auf dem sekundären 802.11n- oder den 802.11ac-Kanälen. Es sollte ferner bekannt sein, dass bei der bildlichen SIR-Darstellung, die Applikation beträchtlich von allen APs eingreifende Signale aufnimmt, ungeachtet dessen, ob sie in der AP-Liste ausgewählt wurden. Die Applikation erkennt auch multi-SSID-AP's und berücksichtigt keine unterschiedlichen SSID's mit unterschiedlichen MAC-Adressen vom selben AP wie Interferenzquellen füreinander.

Die Interferenz ist am höchsten, wenn der behinderte und der eingreifende AP auf dem selben Kanal arbeiten. Im 2.4-GHz-Band, wo Kanalfrequenzen überlappen, ist die angrenzende Kanalinterferenz dennoch beträchtlich wenn die behinderten und die eingreifenden APs ein oder zwei Kanäle auseinander sind und sie werden so gut wie nichtexistent wenn sie fünf Kanäle auseinander sind. Im 5-GHz-Band, gibt es keine angrenzende Kanalinterferenz. Weil viele 802.11n-Geräte Kanalbindung benutzen (z.B. zwei 20-MHz-Kanäle zur selben Zeit), zum Beispiel Kanal 11 als Primärkanal und Kanal 6 als Sekundärkanal, berücksichtigt TamoGraph außerdem die Interferenz auf dem sekundären 802.11n-Kanal, wenn überhaupt. Es sollte ferner bekannt sein, dass bei der bildlichen SIR-Darstellung, die Applikation beträchtlich von allen APs eingreifende Signale aufnimmt, ungeachtet dessen, ob sie in der  ausgewählt wurden. Die Applikation erkennt auch multi-SSID-AP's und berücksichtigt keine unterschiedlichen SSID's mit unterschiedlichen MAC-Adressen vom selben AP wie Interferenzquellen füreinander (siehe Kapitel Mit Multi-SSID APs arbeiten).

Die folgenden Optionen des Bedienfeld Visualisierungseinstellungen (angeordnet im Register Optionen des rechten Bedienfeldes) bestimmen wie das SIR analysiert wird:

· Bereich gilt als abgedeckt wenn die Signalstärke minimal ist – Diese Einstellung definiert den AP-Abdeckungsbereich bei minimaler Signalstärke. Wenn die Signalstärke unter dem festgelegten Pegel liegt, gilt der Bereich als nicht abgedeckt und es werden keine SIR-Werte für den Bereich berechnet (solche Bereiche werden als weiße Flächen dargestellt). Dies verbessert die Übersichtlichkeit der SIR-Darstellung: In schwachen Signalbereichen ist SIR annähernd immer sehr niedrig, aber solche Bereiche sollten Sie nicht von Ihrer Aufmerksamkeit ablenken, sie können jedenfalls keine gute Verbindungsfähigkeit oder Datendurchsatz sicherstellen.
· Durchschnittliche Netzwerkauslastung – Diese Einstellung definiert wie stark die Interferenz des eingreifenden APs ist. Wenn die eingreifende Signalstärke hoch ist, aber die Netzwerkauslastung gering ist, produziert der eingreifende AP keine große Behinderung. Ein typisches Büro-WLAN besitzt eine Netzwerkauslastung zwischen 10% und 25%. Gleichen Sie diese Einstellung ab um den aktuellen Wert an Ihr WLAN anzupassen.

Doppelklicken auf die SIR-Legende in der Statuszeile ermöglicht Ihnen das Farbschema zu konfigurieren und deren Wertebereich zu ändern.

Vorgeschlagene Lösungen

Schwache SIR-Bereiche sind in WLANs nicht ungewöhnlich. Die Anwesenheit solcher Bereiche bedeutet zwangsläufig nicht, dass das WLAN unter niedrigem Datendurchsatz leiden wird. Allerdings, wenn solche Zonen die meisten Ihrer Standorte abdecken und dicht bei den APs angeordnet sind, sollten Korrekturmaßnahmen getroffen werden. Wenn schwache SIR-bereiche gefunden wurden, werden folgende Lösungen vorgeschlagen:

· Ändern Sie die Kanalauswahl. APs die in naher Nachbarschaft arbeiten, sollten niemals überlappende Kanäle benutzen. Berücksichtigen Sie wenn möglich die klassische "Wabenstruktur" AP-Platzierung. Beacxhten Sie, dass in einigen 802.11n-Ausstattungen, die Position des Sekundärkanals (unter oder über dem Primärkanal) eine anwendereinstellbare Option ist, welche Ihnen einen zusätzlichen Grad an Ungebundenheit gibt.
· Wenn Sie niedrige SIR-Werte im 2.4-GHz-Band erleben, schalten Sie unter diesen Umständen ihre APs auf das 5-GHz-Band, dort stehen mehr nichtüberlappende Kanäle zur Auswahl zur Verfügung. Wenn Sie einen 802.11n-AP mit 40-MHz-Bandbreite im 2.4-GHz-Band benutzen, haben Sie praktisch kein Verfahren zur Interferenzenumgehung. Zum Beispiel, wenn der Primärkanal auf 1 eingestellt ist, der Sekundärkanal ist auf 5 eingestellt. In den Vereinigten Staaten, wo 11 Kanäle im 2.4-GHz-Band sind, ist alles was Sie tun können, den nächsten AP so konfigurieren , dass er auf dem Primärkanal 11 arbeitet, der Sekundärkanal wird 6. Demzufolge würden die Sekundärkanäle nur einen Kanal auseinander sein, was in hoher Interferenz resultieren kann. Wenn keine Kanalbindungbenutzt wird (z.B. ein einzelner 20-MHz-Kanal), haben Sie drei nichtüberlappende Kanäle zur Auswahl: 1, 6 und 11. Dies wird im Bild unten illustriert.

channels